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„Der Impfstoff muss in den Arm“, sagt Kölner Impfarzt Zastrow bei „maischberger. die woche“ – „Und wenn ich dafür gegen etwas verstoßen muss.“

10.03.2021 – 22:57

ARD Das Erste

„Der Impfstoff muss in den Arm“, sagt Kölner Impfarzt Zastrow bei „maischberger. die woche“ – „Und wenn ich dafür gegen etwas verstoßen muss.“


















Köln (ots)

Für Jürgen Zastrow, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Köln und leitender Impfarzt in einem Impfzentrum, ist klar: „Entscheidend ist, dass möglichst viel Impfstoff in möglichst viele Menschen kommt“, sagte Zastrow in der ARD-Talksendung „maischberger. die woche“. „Und wenn ich dafür gegen etwas verstoßen muss, dann tue ich das leider auch“. Er sei in erster Linie Arzt und habe medizinisch-epidemiologische Überlegungen. „Der Impfstoff muss in den Arm“, sagte Zastrow. „Wir haben in Köln keinen Impfstoff verworfen. Wir haben von Anfang an mehr Impfdosen rausgezogen, als vorgesehen war. Da haben wir ständig gegen Erlasse verstoßen.“

Der Impfarzt plädierte dafür, bei der Impf-Reihenfolge künftig pragmatischer zu sein. Es sei richtig gewesen, zunächst die Menschen in Alten- und Pflegeheimen zu impfen. Jetzt rückten aber die Kontaktpersonen und das medizinische Personal in den Vordergrund. „Es wird weiter eine Reihenfolge geben müssen, aber die müssen wir immer wieder neu denken und zwar in Zusammenarbeit mit den Statistikern und Epidemiologen. Aber starr darf das auf keinen Fall sein und das ist immer das Risiko mit den Ministerien vor Ort.“

„maischberger. die woche“ ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD, hergestellt vom WDR in Zusammenarbeit mit Vincent productions GmbH.

Redaktion: Elke Maar

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Anabel Bermejo | better nau Kommunikationsagentur | Tel. 0172 587 0087 | bermejo@betternau.de

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EU vor Paradigmenwechsel: Waffen für Krisenstaaten?

11.03.2021 – 05:00

WDR Westdeutscher Rundfunk

EU vor Paradigmenwechsel: Waffen für Krisenstaaten?


















Köln (ots)

Die Europäische Union steht vor einem grundlegenden Wandel ihrer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik: Mit der sogenannten European Peace Facility (EPF) werden erstmals Waffen- und Munitionslieferungen über die EU an Drittstaaten möglich – weltweit. Ein „Paradigmenwechsel“, sagen Fachleute. Dem ARD Magazin MONITOR liegt der Entscheidungsentwurf des EU-Ministerrats vor.

Die EPF sei „…ein Instrument zur Stärkung der Kapazitäten von Drittstaaten sowie regionalen und internationalen Organisationen in Militär- und Verteidigungsfragen“ heißt es im Entwurf, der am 22. März endgültig beschlossen werden soll. Dies schließe auch Ausrüstung ein, „die in der Gemeinsamen Militärgüterliste der EU aufgeführt ist.“

Darin sind explizit „Handfeuerwaffen“ erwähnt, aber auch „Geschütze“, „Haubitzen“ oder „Kanonen“. All das dürfte die EU künftig an Krisenländer liefern. Bislang konnten das nur Staaten in eigener Verantwortung, nicht aber die EU. Man wolle „Partner-Länder“ so in die Lage versetzen, „ihre Bevölkerung besser schützen“ zu können, heißt es in einem EU-Dokument zur EPF.

Der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Arnold Wallraff, sieht in der Lieferung von Waffen und Munition einen „echten Paradigmenwechsel“, denn die EU sei bislang „immer eine rein zivil-orientierte Zusammenkunft verschiedener Staaten“ gewesen.

Rund 5,7 Milliarden Euro stehen der EPF bis 2027 für Friedens- und Militärmissionen und für militärische Hilfen zur Verfügung. Mittel, die später deutlich aufgestockt werden könnten. Welche Länder damit unterstützt werden, ist derzeit noch unklar. Experten vermuten, dass es vor allem die Staaten der Sahel-Zone sein dürften: Mali, Burkina Faso, Niger oder der Tschad etwa. Die EU – auch Deutschland – bildet hier heute bereits Streitkräfte aus.

Kritiker sehen in der Lieferung von Waffen große Gefahren. Sie könnten in die falschen Hände geraten, für Menschenrechtsverstöße genutzt werden und die Regionen so weiter destabilisieren. Man habe ein „robustes Regelwerk“ geschaffen, das das verhindere, schreibt ein Sprecher des EU-Außenbeauftragten auf MONITOR-Anfrage. Dazu gehörten strenge Kontrollen zu deren Verbleib. Dem widerspricht Ex-BAFA-Präsident Wallraff. Bei der Sanktionsregelung zum Endverbleib handele es sich nur um eine „Kann-Bestimmung“, die keinesfalls zwingend sei.

Auch Hannah Neumann von den Grünen im EU-Parlament ist davon nicht überzeugt. Wir wissen dass man relativ einfach auf Papier nachweisen kann, dass man eine vernünftige Kontrolle macht„, so die Parlamentarierin gegenüber MONITOR. Das helfe aber nicht zwingend in der Praxis.

Sie kritisiert zudem, dass das EU-Parlament bei der EPF weder ein echtes Mitspracherecht noch Kontrollmöglichkeiten habe. Die Entscheidung über die Hilfen treffen alleine die Regierungen der Mitgliedstaaten im Rat. Am 22. März wollen die EU-Außenminister die EPF beschließen.

Das ARD-Magazin MONITOR berichtet darüber ausführlich am Donnerstag um 21.45 Uhr im Ersten.

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Europäische Zentralbank: Greenpeace-Aktivist:innen demonstrieren mit Protestflug und Banner für Grüne GeldpolitikNeue Studie zeigt: EZB-Regelwerk für Kreditsicherheiten begünstigt Klimasünder

10.03.2021 – 07:19

Greenpeace e.V.

Europäische Zentralbank: Greenpeace-Aktivist:innen demonstrieren mit Protestflug und Banner für Grüne Geldpolitik
Neue Studie zeigt: EZB-Regelwerk für Kreditsicherheiten begünstigt Klimasünder


















Frankfurt am Main (ots)

Gegen die klimaschädliche Geldpolitik der Notenbanken protestieren heute Greenpeace-Aktivist:innen am Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. Vom Dach des Eingangsgebäudes rollen sie, nachdem sie mit Gleitschirmen gelandet sind, ein zwölf mal sechs Meter großes Banner mit der Aufschrift: „Stop funding Climate Killers!“. Ein weiterer Aktivist am Gleitschirm protestiert mit einem Flugbanner. Zeitgleich veröffentlicht Greenpeace eine neue Studie (www.greenpeace.de/collateral-framework) Diese belegt am Beispiel akzeptierter Kreditsicherheiten bei Unternehmensanleihen, dass die EZB besonders klimaschädliche Unternehmen massiv bevorzugt. In der EZB findet morgen unter Leitung von Christine Lagarde die nächste Ratssitzung mit dem Direktorium sowie den Präsident:innen der europäischen Notenbanken statt. „Unsere Studie zeigt, dass die EZB systematisch den Klimaschutz untergräbt. Der EZB-Rat sollte zügig eine geldpolitische Strategie präsentieren, die sich am Pariser Klimaabkommen orientiert. Aber die Verantwortlichen bleiben vage“, sagt Mauricio Vargas, Finanzexperte von Greenpeace.

Studie offenbart Klimaschädlichkeit des EZB-Sicherheitenrahmen und zeigt drei Lösungswege

Die neue Studie „Greening the Eurosystem Collateral Framework“ analysiert das Rahmenwerk zu den akzeptierten Kreditsicherheiten der Europäischen Zentralbank. Es handelt sich um eine gemeinsame Publikation von Greenpeace, der New Economics Foundation (NEF), der SOAS University of London, der University of the West of England und der University of Greenwich.

Besonders kritisch bewertet Greenpeace, dass Anleihen von klimaschädlichen Emittenten bei der Risikoeinschätzungen von niedrigeren Abschlägen profitieren, während die EZB klimafreundlichere Sektoren als riskanter eingestuft und mit höheren Abschlägen versieht. Zudem akzeptiert die EZB überproportional viele Anleihen von fossilen Energieunternehmen. Die Studie schlägt drei Wege vor, um den kohlenstoffintensiven Anteil und damit die mit der Klimakrise verbundenen Risiken des Sicherheitenrahmens zu reduzieren. Während im ersten Szenario nur die Risikoabschläge entsprechend der Klimaschädlichkeit erhöht werden, schließen die beiden schärferen Szenarien auch besonders klimaschädliche Unternehmen aus.

Die EZB-Geldpolitik gilt mit ihrer Steuerungs- und Investitionsmacht als Rahmengeber für den Euroraum. Insbesondere ihr Umgang mit Klimarisiken ist signalgebend für die europäische Finanzwelt. Obwohl EZB-Chefin Lagarde bereits im vergangenen Jahr auf den Zusammenhang von Klimarisiken und Preisstabilität aufmerksam machte, steht eine Reform der Geldpolitik immer noch aus. Die für Frühjahr 2021 angekündigte neue geldpolitische Strategie wurde verschoben. Die Ratsmitglieder widersprechen sich derweil öffentlich, was die Rolle der Notenbanken beim Klimaschutz anbelangt. „Die Klimakrise als historische Herausforderungen benennen und gleichzeitig Klimasünder zu begünstigen – das zeugt von Doppelmoral“, sagt Vargas.

Pressekontakt:

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Dr. Mauricio Vargas, Tel. +49 151-1176 5567, oder Pressesprecherin Michelle Bayona, Tel. +49 171-8780 830. Fotomaterial vom Protest erhalten Sie unter Tel. +49 171-3157 560, Videomaterial zum Download zeitnah unter https://t1p.de/qe95. Die Studie und eine deutsche Zusammenfassung sind online unter: www.greenpeace.de/collateral-framework.

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Europäische Zentralbank: Greenpeace-Aktivist:innen demonstrieren mit Protestflug und Banner für Grüne GeldpolitikNeue Studie zeigt: EZB-Regelwerk für Kreditsicherheiten begünstigt Klimasünder

10.03.2021 – 07:19

Greenpeace e.V.

Europäische Zentralbank: Greenpeace-Aktivist:innen demonstrieren mit Protestflug und Banner für Grüne Geldpolitik
Neue Studie zeigt: EZB-Regelwerk für Kreditsicherheiten begünstigt Klimasünder


















Frankfurt am Main (ots)

Gegen die klimaschädliche Geldpolitik der Notenbanken protestieren heute Greenpeace-Aktivist:innen am Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. Vom Dach des Eingangsgebäudes rollen sie, nachdem sie mit Gleitschirmen gelandet sind, ein zwölf mal sechs Meter großes Banner mit der Aufschrift: „Stop funding Climate Killers!“. Ein weiterer Aktivist am Gleitschirm protestiert mit einem Flugbanner. Zeitgleich veröffentlicht Greenpeace eine neue Studie (www.greenpeace.de/collateral-framework) Diese belegt am Beispiel akzeptierter Kreditsicherheiten bei Unternehmensanleihen, dass die EZB besonders klimaschädliche Unternehmen massiv bevorzugt. In der EZB findet morgen unter Leitung von Christine Lagarde die nächste Ratssitzung mit dem Direktorium sowie den Präsident:innen der europäischen Notenbanken statt. „Unsere Studie zeigt, dass die EZB systematisch den Klimaschutz untergräbt. Der EZB-Rat sollte zügig eine geldpolitische Strategie präsentieren, die sich am Pariser Klimaabkommen orientiert. Aber die Verantwortlichen bleiben vage“, sagt Mauricio Vargas, Finanzexperte von Greenpeace.

Studie offenbart Klimaschädlichkeit des EZB-Sicherheitenrahmen und zeigt drei Lösungswege

Die neue Studie „Greening the Eurosystem Collateral Framework“ analysiert das Rahmenwerk zu den akzeptierten Kreditsicherheiten der Europäischen Zentralbank. Es handelt sich um eine gemeinsame Publikation von Greenpeace, der New Economics Foundation (NEF), der SOAS University of London, der University of the West of England und der University of Greenwich.

Besonders kritisch bewertet Greenpeace, dass Anleihen von klimaschädlichen Emittenten bei der Risikoeinschätzungen von niedrigeren Abschlägen profitieren, während die EZB klimafreundlichere Sektoren als riskanter eingestuft und mit höheren Abschlägen versieht. Zudem akzeptiert die EZB überproportional viele Anleihen von fossilen Energieunternehmen. Die Studie schlägt drei Wege vor, um den kohlenstoffintensiven Anteil und damit die mit der Klimakrise verbundenen Risiken des Sicherheitenrahmens zu reduzieren. Während im ersten Szenario nur die Risikoabschläge entsprechend der Klimaschädlichkeit erhöht werden, schließen die beiden schärferen Szenarien auch besonders klimaschädliche Unternehmen aus.

Die EZB-Geldpolitik gilt mit ihrer Steuerungs- und Investitionsmacht als Rahmengeber für den Euroraum. Insbesondere ihr Umgang mit Klimarisiken ist signalgebend für die europäische Finanzwelt. Obwohl EZB-Chefin Lagarde bereits im vergangenen Jahr auf den Zusammenhang von Klimarisiken und Preisstabilität aufmerksam machte, steht eine Reform der Geldpolitik immer noch aus. Die für Frühjahr 2021 angekündigte neue geldpolitische Strategie wurde verschoben. Die Ratsmitglieder widersprechen sich derweil öffentlich, was die Rolle der Notenbanken beim Klimaschutz anbelangt. „Die Klimakrise als historische Herausforderungen benennen und gleichzeitig Klimasünder zu begünstigen – das zeugt von Doppelmoral“, sagt Vargas.

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„Der Impfstoff muss in den Arm“, sagt Kölner Impfarzt Zastrow bei „maischberger. die woche“ – „Und wenn ich dafür gegen etwas verstoßen muss.“

10.03.2021 – 22:57

ARD Das Erste

„Der Impfstoff muss in den Arm“, sagt Kölner Impfarzt Zastrow bei „maischberger. die woche“ – „Und wenn ich dafür gegen etwas verstoßen muss.“


















Köln (ots)

Für Jürgen Zastrow, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Köln und leitender Impfarzt in einem Impfzentrum, ist klar: „Entscheidend ist, dass möglichst viel Impfstoff in möglichst viele Menschen kommt“, sagte Zastrow in der ARD-Talksendung „maischberger. die woche“. „Und wenn ich dafür gegen etwas verstoßen muss, dann tue ich das leider auch“. Er sei in erster Linie Arzt und habe medizinisch-epidemiologische Überlegungen. „Der Impfstoff muss in den Arm“, sagte Zastrow. „Wir haben in Köln keinen Impfstoff verworfen. Wir haben von Anfang an mehr Impfdosen rausgezogen, als vorgesehen war. Da haben wir ständig gegen Erlasse verstoßen.“

Der Impfarzt plädierte dafür, bei der Impf-Reihenfolge künftig pragmatischer zu sein. Es sei richtig gewesen, zunächst die Menschen in Alten- und Pflegeheimen zu impfen. Jetzt rückten aber die Kontaktpersonen und das medizinische Personal in den Vordergrund. „Es wird weiter eine Reihenfolge geben müssen, aber die müssen wir immer wieder neu denken und zwar in Zusammenarbeit mit den Statistikern und Epidemiologen. Aber starr darf das auf keinen Fall sein und das ist immer das Risiko mit den Ministerien vor Ort.“

„maischberger. die woche“ ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD, hergestellt vom WDR in Zusammenarbeit mit Vincent productions GmbH.

Redaktion: Elke Maar

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mal ehrlich … einmal arm – immer arm?

10.03.2021 – 16:22

SWR – Südwestrundfunk

mal ehrlich … einmal arm – immer arm?


















mal ehrlich ... einmal arm - immer arm?
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Mannheim (ots)

SWR Bürgertalk am Mittwoch, 13. März 2021, 21 Uhr im SWR Fernsehen / Prof. Stefan Sell und Bernd Riexinger zu Gast bei Moderator Florian Weber

Der SWR Bürgertalk „mal ehrlich …“ in der Alten Feuerwache Mannheim beschäftigt sich am Mittwoch, 17. März 2021, ab 21 Uhr mit dem Problem dauerhafter Armut. „Einmal arm – immer arm?“ lautet das Thema des Gesprächs mit Gästen bei Moderator Florian Weber.

Es ist ein bedrückender Befund: Jede siebte Person im Südwesten gilt als armutsgefährdet. Doch was bedeutet Armut ganz konkret? Und welche Umstände führen Menschen dauerhaft in diese Lebenssituation, aus der es für viele keinen Ausweg gibt? Darüber spricht „mal ehrlich …“-Moderator Florian Weber in seiner Sendung am 17. März im Anschluss an die Sozialreportage „Bayreuther Straße“ mit Betroffenen, Experten und Politikern.

Die Zahl der Armutsgefährdeten ist kontinuierlich gestiegen

Da ist zum Beispiel die alleinerziehende Mutter, die versucht, mit mehreren Jobs die Familie über Wasser zu halten. Oder das Geschwisterpaar aus einem sozialen Brennpunkt, das den schwerkranken Vater versorgt und es darum schwer hat, den sozialen Aufstieg zu schaffen. Die Zahl der Armutsgefährdeten, die weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns zur Verfügung haben, ist in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gestiegen. In besonderer Weise von diesem Problem betroffen sind Kinder; sie erleben oft hautnah, was es bedeutet, arm zu sein. Viele bräuchten dringend mehr Unterstützung, um einen qualifizierten Schulabschluss zu erreichen. Durch die Corona-Krise verschärft deren Lage noch, ihnen fehlt zuhause und nun auch in der Schule der dringend nötige „Rückenwind“. So werden sie schon im frühen Alter von Lebenschancen abgeschnitten. Einmal arm – immer arm?

Gäste und Expert*innen im Gespräch mit Moderator Florian Weber

Welche Gesichter hat Armut in Deutschland? Und welche Wege gibt es aus der Armutsfalle? Darüber spricht Florian Weber unter anderem mit dem Sozialwissenschaftler Prof. Stefan Sell von der Hochschule Koblenz und Bernd Riexinger, bis vor kurzem Bundesvorsitzender der Partei „Die Linke“.

Nach der Ausstrahlung steht „mal ehrlich … einmal arm – immer arm?“ in www.ardmediathek.de/ard/

Infos auch auf http://swr.li/mal-ehrlich-einmal-arm-immer-arm

Fotos auf www.ARD-foto.de

Newsletter: „SWR vernetzt“: http://x.swr.de/s/vernetztnewsletter

Pressekontakt: Sibylle Schreckenberger, Tel. 06131 929 32755, sibylle.schreckenberger@SWR.de

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mal ehrlich … einmal arm – immer arm?

10.03.2021 – 16:22

SWR – Südwestrundfunk

mal ehrlich … einmal arm – immer arm?


















mal ehrlich ... einmal arm - immer arm?
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Mannheim (ots)

SWR Bürgertalk am Mittwoch, 13. März 2021, 21 Uhr im SWR Fernsehen / Prof. Stefan Sell und Bernd Riexinger zu Gast bei Moderator Florian Weber

Der SWR Bürgertalk „mal ehrlich …“ in der Alten Feuerwache Mannheim beschäftigt sich am Mittwoch, 17. März 2021, ab 21 Uhr mit dem Problem dauerhafter Armut. „Einmal arm – immer arm?“ lautet das Thema des Gesprächs mit Gästen bei Moderator Florian Weber.

Es ist ein bedrückender Befund: Jede siebte Person im Südwesten gilt als armutsgefährdet. Doch was bedeutet Armut ganz konkret? Und welche Umstände führen Menschen dauerhaft in diese Lebenssituation, aus der es für viele keinen Ausweg gibt? Darüber spricht „mal ehrlich …“-Moderator Florian Weber in seiner Sendung am 17. März im Anschluss an die Sozialreportage „Bayreuther Straße“ mit Betroffenen, Experten und Politikern.

Die Zahl der Armutsgefährdeten ist kontinuierlich gestiegen

Da ist zum Beispiel die alleinerziehende Mutter, die versucht, mit mehreren Jobs die Familie über Wasser zu halten. Oder das Geschwisterpaar aus einem sozialen Brennpunkt, das den schwerkranken Vater versorgt und es darum schwer hat, den sozialen Aufstieg zu schaffen. Die Zahl der Armutsgefährdeten, die weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns zur Verfügung haben, ist in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gestiegen. In besonderer Weise von diesem Problem betroffen sind Kinder; sie erleben oft hautnah, was es bedeutet, arm zu sein. Viele bräuchten dringend mehr Unterstützung, um einen qualifizierten Schulabschluss zu erreichen. Durch die Corona-Krise verschärft deren Lage noch, ihnen fehlt zuhause und nun auch in der Schule der dringend nötige „Rückenwind“. So werden sie schon im frühen Alter von Lebenschancen abgeschnitten. Einmal arm – immer arm?

Gäste und Expert*innen im Gespräch mit Moderator Florian Weber

Welche Gesichter hat Armut in Deutschland? Und welche Wege gibt es aus der Armutsfalle? Darüber spricht Florian Weber unter anderem mit dem Sozialwissenschaftler Prof. Stefan Sell von der Hochschule Koblenz und Bernd Riexinger, bis vor kurzem Bundesvorsitzender der Partei „Die Linke“.

Nach der Ausstrahlung steht „mal ehrlich … einmal arm – immer arm?“ in www.ardmediathek.de/ard/

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Europäische Zentralbank: Greenpeace-Aktivist:innen demonstrieren mit Protestflug und Banner für Grüne GeldpolitikNeue Studie zeigt: EZB-Regelwerk für Kreditsicherheiten begünstigt Klimasünder

10.03.2021 – 07:19

Greenpeace e.V.

Europäische Zentralbank: Greenpeace-Aktivist:innen demonstrieren mit Protestflug und Banner für Grüne Geldpolitik
Neue Studie zeigt: EZB-Regelwerk für Kreditsicherheiten begünstigt Klimasünder


















Frankfurt am Main (ots)

Gegen die klimaschädliche Geldpolitik der Notenbanken protestieren heute Greenpeace-Aktivist:innen am Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. Vom Dach des Eingangsgebäudes rollen sie, nachdem sie mit Gleitschirmen gelandet sind, ein zwölf mal sechs Meter großes Banner mit der Aufschrift: „Stop funding Climate Killers!“. Ein weiterer Aktivist am Gleitschirm protestiert mit einem Flugbanner. Zeitgleich veröffentlicht Greenpeace eine neue Studie (www.greenpeace.de/collateral-framework) Diese belegt am Beispiel akzeptierter Kreditsicherheiten bei Unternehmensanleihen, dass die EZB besonders klimaschädliche Unternehmen massiv bevorzugt. In der EZB findet morgen unter Leitung von Christine Lagarde die nächste Ratssitzung mit dem Direktorium sowie den Präsident:innen der europäischen Notenbanken statt. „Unsere Studie zeigt, dass die EZB systematisch den Klimaschutz untergräbt. Der EZB-Rat sollte zügig eine geldpolitische Strategie präsentieren, die sich am Pariser Klimaabkommen orientiert. Aber die Verantwortlichen bleiben vage“, sagt Mauricio Vargas, Finanzexperte von Greenpeace.

Studie offenbart Klimaschädlichkeit des EZB-Sicherheitenrahmen und zeigt drei Lösungswege

Die neue Studie „Greening the Eurosystem Collateral Framework“ analysiert das Rahmenwerk zu den akzeptierten Kreditsicherheiten der Europäischen Zentralbank. Es handelt sich um eine gemeinsame Publikation von Greenpeace, der New Economics Foundation (NEF), der SOAS University of London, der University of the West of England und der University of Greenwich.

Besonders kritisch bewertet Greenpeace, dass Anleihen von klimaschädlichen Emittenten bei der Risikoeinschätzungen von niedrigeren Abschlägen profitieren, während die EZB klimafreundlichere Sektoren als riskanter eingestuft und mit höheren Abschlägen versieht. Zudem akzeptiert die EZB überproportional viele Anleihen von fossilen Energieunternehmen. Die Studie schlägt drei Wege vor, um den kohlenstoffintensiven Anteil und damit die mit der Klimakrise verbundenen Risiken des Sicherheitenrahmens zu reduzieren. Während im ersten Szenario nur die Risikoabschläge entsprechend der Klimaschädlichkeit erhöht werden, schließen die beiden schärferen Szenarien auch besonders klimaschädliche Unternehmen aus.

Die EZB-Geldpolitik gilt mit ihrer Steuerungs- und Investitionsmacht als Rahmengeber für den Euroraum. Insbesondere ihr Umgang mit Klimarisiken ist signalgebend für die europäische Finanzwelt. Obwohl EZB-Chefin Lagarde bereits im vergangenen Jahr auf den Zusammenhang von Klimarisiken und Preisstabilität aufmerksam machte, steht eine Reform der Geldpolitik immer noch aus. Die für Frühjahr 2021 angekündigte neue geldpolitische Strategie wurde verschoben. Die Ratsmitglieder widersprechen sich derweil öffentlich, was die Rolle der Notenbanken beim Klimaschutz anbelangt. „Die Klimakrise als historische Herausforderungen benennen und gleichzeitig Klimasünder zu begünstigen – das zeugt von Doppelmoral“, sagt Vargas.

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Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Dr. Mauricio Vargas, Tel. +49 151-1176 5567, oder Pressesprecherin Michelle Bayona, Tel. +49 171-8780 830. Fotomaterial vom Protest erhalten Sie unter Tel. +49 171-3157 560, Videomaterial zum Download zeitnah unter https://t1p.de/qe95. Die Studie und eine deutsche Zusammenfassung sind online unter: www.greenpeace.de/collateral-framework.

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Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Dr. Mauricio Vargas, Tel. +49 151-1176 5567, oder Pressesprecherin Michelle Bayona, Tel. +49 171-8780 830. Fotomaterial vom Protest erhalten Sie unter Tel. +49 171-3157 560, Videomaterial zum Download zeitnah unter https://t1p.de/qe95. Die Studie und eine deutsche Zusammenfassung sind online unter: www.greenpeace.de/collateral-framework.

Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt

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Europäische Zentralbank: Greenpeace-Aktivist:innen demonstrieren mit Protestflug und Banner für Grüne GeldpolitikNeue Studie zeigt: EZB-Regelwerk für Kreditsicherheiten begünstigt Klimasünder

10.03.2021 – 07:19

Greenpeace e.V.

Europäische Zentralbank: Greenpeace-Aktivist:innen demonstrieren mit Protestflug und Banner für Grüne Geldpolitik
Neue Studie zeigt: EZB-Regelwerk für Kreditsicherheiten begünstigt Klimasünder


















Frankfurt am Main (ots)

Gegen die klimaschädliche Geldpolitik der Notenbanken protestieren heute Greenpeace-Aktivist:innen am Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. Vom Dach des Eingangsgebäudes rollen sie, nachdem sie mit Gleitschirmen gelandet sind, ein zwölf mal sechs Meter großes Banner mit der Aufschrift: „Stop funding Climate Killers!“. Ein weiterer Aktivist am Gleitschirm protestiert mit einem Flugbanner. Zeitgleich veröffentlicht Greenpeace eine neue Studie (www.greenpeace.de/collateral-framework) Diese belegt am Beispiel akzeptierter Kreditsicherheiten bei Unternehmensanleihen, dass die EZB besonders klimaschädliche Unternehmen massiv bevorzugt. In der EZB findet morgen unter Leitung von Christine Lagarde die nächste Ratssitzung mit dem Direktorium sowie den Präsident:innen der europäischen Notenbanken statt. „Unsere Studie zeigt, dass die EZB systematisch den Klimaschutz untergräbt. Der EZB-Rat sollte zügig eine geldpolitische Strategie präsentieren, die sich am Pariser Klimaabkommen orientiert. Aber die Verantwortlichen bleiben vage“, sagt Mauricio Vargas, Finanzexperte von Greenpeace.

Studie offenbart Klimaschädlichkeit des EZB-Sicherheitenrahmen und zeigt drei Lösungswege

Die neue Studie „Greening the Eurosystem Collateral Framework“ analysiert das Rahmenwerk zu den akzeptierten Kreditsicherheiten der Europäischen Zentralbank. Es handelt sich um eine gemeinsame Publikation von Greenpeace, der New Economics Foundation (NEF), der SOAS University of London, der University of the West of England und der University of Greenwich.

Besonders kritisch bewertet Greenpeace, dass Anleihen von klimaschädlichen Emittenten bei der Risikoeinschätzungen von niedrigeren Abschlägen profitieren, während die EZB klimafreundlichere Sektoren als riskanter eingestuft und mit höheren Abschlägen versieht. Zudem akzeptiert die EZB überproportional viele Anleihen von fossilen Energieunternehmen. Die Studie schlägt drei Wege vor, um den kohlenstoffintensiven Anteil und damit die mit der Klimakrise verbundenen Risiken des Sicherheitenrahmens zu reduzieren. Während im ersten Szenario nur die Risikoabschläge entsprechend der Klimaschädlichkeit erhöht werden, schließen die beiden schärferen Szenarien auch besonders klimaschädliche Unternehmen aus.

Die EZB-Geldpolitik gilt mit ihrer Steuerungs- und Investitionsmacht als Rahmengeber für den Euroraum. Insbesondere ihr Umgang mit Klimarisiken ist signalgebend für die europäische Finanzwelt. Obwohl EZB-Chefin Lagarde bereits im vergangenen Jahr auf den Zusammenhang von Klimarisiken und Preisstabilität aufmerksam machte, steht eine Reform der Geldpolitik immer noch aus. Die für Frühjahr 2021 angekündigte neue geldpolitische Strategie wurde verschoben. Die Ratsmitglieder widersprechen sich derweil öffentlich, was die Rolle der Notenbanken beim Klimaschutz anbelangt. „Die Klimakrise als historische Herausforderungen benennen und gleichzeitig Klimasünder zu begünstigen – das zeugt von Doppelmoral“, sagt Vargas.

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Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Dr. Mauricio Vargas, Tel. +49 151-1176 5567, oder Pressesprecherin Michelle Bayona, Tel. +49 171-8780 830. Fotomaterial vom Protest erhalten Sie unter Tel. +49 171-3157 560, Videomaterial zum Download zeitnah unter https://t1p.de/qe95. Die Studie und eine deutsche Zusammenfassung sind online unter: www.greenpeace.de/collateral-framework.

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Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Dr. Mauricio Vargas, Tel. +49 151-1176 5567, oder Pressesprecherin Michelle Bayona, Tel. +49 171-8780 830. Fotomaterial vom Protest erhalten Sie unter Tel. +49 171-3157 560, Videomaterial zum Download zeitnah unter https://t1p.de/qe95. Die Studie und eine deutsche Zusammenfassung sind online unter: www.greenpeace.de/collateral-framework.

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mal ehrlich … einmal arm – immer arm?

10.03.2021 – 16:22

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mal ehrlich … einmal arm – immer arm?


















mal ehrlich ... einmal arm - immer arm?
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SWR Bürgertalk am Mittwoch, 13. März 2021, 21 Uhr im SWR Fernsehen / Prof. Stefan Sell und Bernd Riexinger zu Gast bei Moderator Florian Weber

Der SWR Bürgertalk „mal ehrlich …“ in der Alten Feuerwache Mannheim beschäftigt sich am Mittwoch, 17. März 2021, ab 21 Uhr mit dem Problem dauerhafter Armut. „Einmal arm – immer arm?“ lautet das Thema des Gesprächs mit Gästen bei Moderator Florian Weber.

Es ist ein bedrückender Befund: Jede siebte Person im Südwesten gilt als armutsgefährdet. Doch was bedeutet Armut ganz konkret? Und welche Umstände führen Menschen dauerhaft in diese Lebenssituation, aus der es für viele keinen Ausweg gibt? Darüber spricht „mal ehrlich …“-Moderator Florian Weber in seiner Sendung am 17. März im Anschluss an die Sozialreportage „Bayreuther Straße“ mit Betroffenen, Experten und Politikern.

Die Zahl der Armutsgefährdeten ist kontinuierlich gestiegen

Da ist zum Beispiel die alleinerziehende Mutter, die versucht, mit mehreren Jobs die Familie über Wasser zu halten. Oder das Geschwisterpaar aus einem sozialen Brennpunkt, das den schwerkranken Vater versorgt und es darum schwer hat, den sozialen Aufstieg zu schaffen. Die Zahl der Armutsgefährdeten, die weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns zur Verfügung haben, ist in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gestiegen. In besonderer Weise von diesem Problem betroffen sind Kinder; sie erleben oft hautnah, was es bedeutet, arm zu sein. Viele bräuchten dringend mehr Unterstützung, um einen qualifizierten Schulabschluss zu erreichen. Durch die Corona-Krise verschärft deren Lage noch, ihnen fehlt zuhause und nun auch in der Schule der dringend nötige „Rückenwind“. So werden sie schon im frühen Alter von Lebenschancen abgeschnitten. Einmal arm – immer arm?

Gäste und Expert*innen im Gespräch mit Moderator Florian Weber

Welche Gesichter hat Armut in Deutschland? Und welche Wege gibt es aus der Armutsfalle? Darüber spricht Florian Weber unter anderem mit dem Sozialwissenschaftler Prof. Stefan Sell von der Hochschule Koblenz und Bernd Riexinger, bis vor kurzem Bundesvorsitzender der Partei „Die Linke“.

Nach der Ausstrahlung steht „mal ehrlich … einmal arm – immer arm?“ in www.ardmediathek.de/ard/

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