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Syrien: Entminung und Wiederaufbau werden Jahrzehnte dauern

10.03.2021 – 11:00

Handicap International e.V.

Syrien: Entminung und Wiederaufbau werden Jahrzehnte dauern


















München (ots)

Die Entminung und der Wiederaufbau nach einem Ende der Auseinandersetzungen in Syrien werden immens schwierig und langwierig sein. Außerdem wird die Verseuchung mit explosiven Kriegsresten eines der Haupthindernisse für die Rückkehr von Geflüchteten und Vertriebenen sein, warnt die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International (HI) anlässlich des 10. Jahrestages des Syrien-Konflikts. Unzählige Landminen, Blindgänger, nicht explodierte Bomben und Sprengfallen werden den Wiederaufbau des Landes und die Neuentwicklung des wirtschaftlichen und sozialen Gefüges stark behindern. Komplexe Räumungsaktionen werden erforderlich sein, so HI. Angesichts tausender Toter, großen Leids und massiver Schäden in Syrien fordert Handicap International die Staatengemeinschaft auf, eine starke internationale Erklärung gegen die Bombardierung von Wohngebieten zu unterstützen. Diese wird derzeit von mehr als 70 Regierungen verhandelt.

Verseuchung durch nicht explodierte Kampfmittel, Minen und Sprengfallen

Die massiven Bombardierungen in Wohngebieten haben schreckliche humanitäre Folgen: Tausende Tote, auseinandergerissene Familien, schwerste Verletzungen, psychologische Traumata, Zwangsvertreibung von Millionen Menschen, Zerstörung lebenswichtiger Infrastruktur (Krankenhäuser, Häfen, Brücken usw.) und immer größere Armut. Das Ausmaß der Zerstörung der Infrastruktur und der Verseuchung durch nicht explodierte Kampfmittel, also Munition, Bomben und Raketen, die beim Einsatz nicht explodiert sind, und anderer explosiver Gefahren wie Landminen und Sprengfallen, ist gravierend. „Die Verseuchung ist so schwerwiegend, dass es Generationen dauern wird, Syrien sicher zu machen“, betont Dr. Eva Maria Fischer, Leiterin der politischen Abteilung von Handicap International e.V.. „Städtische Gebiete sind am meisten betroffen. Tausende von Tonnen Schutt, vermischt mit explosiven Überresten, müssen geräumt werden„, so Fischer. Städte wie Rakka, Aleppo und Homs wurden durch großflächige und intensive Bombardierungen weitgehend zerstört.

Handicap International fordert ein Ende der Bombardierungen von Wohngebieten

Die seit Jahren laufenden Verhandlungen im sogenannten EWIPA-Prozess (EWIPA: Explosiv Weapons In Populated Areas) müssen nun in einer starken politischen Erklärung zum Schutz der Bevölkerung vor Explosivwaffen gipfeln, fordert die Hilfsorganisation. Nach monatelanger Unterbrechung aufgrund der Corona-Pandemie wurden Anfang März die diplomatischen Verhandlungen zur Entwicklung eines solchen internationalen Instruments wiederaufgenommen. „Immer wieder sehen wir das menschliche Leid, das durch die Bombardierung der Städte verursacht wird. Das muss aufhören. Nachdem Handicap International den Kampf gegen Landminen (1999) und Streumunition (2008) gewonnen hat, haben wir jetzt die historische Chance, zur Bombardierung von Städten eindeutig „Stopp“ zu sagen“, unterstreicht Fischer. „Die Regierungen müssen sich im laufenden diplomatischen Prozess für ein internationales Abkommen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten einsetzen“, fordert Fischer.

Allein in Syrien fast 7 Millionen Binnenvertriebene – über 13 Millionen benötigen Hilfe

5,6 Millionen Syrer und Syrerinnen sind in die Nachbarländer geflohen. 6,7 Millionen Menschen sind innerhalb Syriens vertrieben, das ist die größte intern vertriebene Bevölkerung der Welt. Fast ein Viertel der Menschen hat eine Behinderung – fast doppelt so viele wie im weltweiten Durchschnitt. Da die Gewalt in weiten Teilen der syrischen Gebiete anhält, benötigen über 13 Millionen Menschen humanitäre Hilfe – fast sechs Millionen davon sind Kinder. Die aktuelle humanitäre Krise wird durch eine akute Wirtschaftskrise und die Corona-Pandemie verschärft, was eine ohnehin schon ernste Situation noch verschlimmert. Humanitäre Helfer haben Schwierigkeiten, alle Bedürftigen zu erreichen.

Gerne organisieren wir ein Interview mit unserer Expertin Dr. Eva Maria Fischer, Leiterin der politischen Abteilung von Handicap International Deutschland.

Unsere hochaufgelösten Bilder zum Download finden Sie im Pressefoto-Download-Bereich.

Über Handicap International

Handicap International (HI) ist eine gemeinnützige Organisation für Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit, die in rund 60 Ländern aktiv ist. Wir setzen uns für eine solidarische und inklusive Welt ein. Wir verbessern langfristig die Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderung und unterstützen diejenigen, die besonderen Schutz benötigen. Außerdem kämpfen wir für eine Welt ohne Minen und Streubomben sowie gegen Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung. HI ist Co-Preisträgerin des Friedensnobelpreises von 1997. Handicap International e.V. ist der deutsche Verein der internationalen Organisation Humanity & Inclusion.

Pressekontakt:

Huberta von Roedern
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mail: h.vonroedern@hi.org
Tel.: +49 89/54 76 06 34
Mobil: +49 151 73 02 32 06
www.handicap-international.de

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Syrien: Entminung und Wiederaufbau werden Jahrzehnte dauern


















München (ots)

Die Entminung und der Wiederaufbau nach einem Ende der Auseinandersetzungen in Syrien werden immens schwierig und langwierig sein. Außerdem wird die Verseuchung mit explosiven Kriegsresten eines der Haupthindernisse für die Rückkehr von Geflüchteten und Vertriebenen sein, warnt die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International (HI) anlässlich des 10. Jahrestages des Syrien-Konflikts. Unzählige Landminen, Blindgänger, nicht explodierte Bomben und Sprengfallen werden den Wiederaufbau des Landes und die Neuentwicklung des wirtschaftlichen und sozialen Gefüges stark behindern. Komplexe Räumungsaktionen werden erforderlich sein, so HI. Angesichts tausender Toter, großen Leids und massiver Schäden in Syrien fordert Handicap International die Staatengemeinschaft auf, eine starke internationale Erklärung gegen die Bombardierung von Wohngebieten zu unterstützen. Diese wird derzeit von mehr als 70 Regierungen verhandelt.

Verseuchung durch nicht explodierte Kampfmittel, Minen und Sprengfallen

Die massiven Bombardierungen in Wohngebieten haben schreckliche humanitäre Folgen: Tausende Tote, auseinandergerissene Familien, schwerste Verletzungen, psychologische Traumata, Zwangsvertreibung von Millionen Menschen, Zerstörung lebenswichtiger Infrastruktur (Krankenhäuser, Häfen, Brücken usw.) und immer größere Armut. Das Ausmaß der Zerstörung der Infrastruktur und der Verseuchung durch nicht explodierte Kampfmittel, also Munition, Bomben und Raketen, die beim Einsatz nicht explodiert sind, und anderer explosiver Gefahren wie Landminen und Sprengfallen, ist gravierend. „Die Verseuchung ist so schwerwiegend, dass es Generationen dauern wird, Syrien sicher zu machen“, betont Dr. Eva Maria Fischer, Leiterin der politischen Abteilung von Handicap International e.V.. „Städtische Gebiete sind am meisten betroffen. Tausende von Tonnen Schutt, vermischt mit explosiven Überresten, müssen geräumt werden„, so Fischer. Städte wie Rakka, Aleppo und Homs wurden durch großflächige und intensive Bombardierungen weitgehend zerstört.

Handicap International fordert ein Ende der Bombardierungen von Wohngebieten

Die seit Jahren laufenden Verhandlungen im sogenannten EWIPA-Prozess (EWIPA: Explosiv Weapons In Populated Areas) müssen nun in einer starken politischen Erklärung zum Schutz der Bevölkerung vor Explosivwaffen gipfeln, fordert die Hilfsorganisation. Nach monatelanger Unterbrechung aufgrund der Corona-Pandemie wurden Anfang März die diplomatischen Verhandlungen zur Entwicklung eines solchen internationalen Instruments wiederaufgenommen. „Immer wieder sehen wir das menschliche Leid, das durch die Bombardierung der Städte verursacht wird. Das muss aufhören. Nachdem Handicap International den Kampf gegen Landminen (1999) und Streumunition (2008) gewonnen hat, haben wir jetzt die historische Chance, zur Bombardierung von Städten eindeutig „Stopp“ zu sagen“, unterstreicht Fischer. „Die Regierungen müssen sich im laufenden diplomatischen Prozess für ein internationales Abkommen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten einsetzen“, fordert Fischer.

Allein in Syrien fast 7 Millionen Binnenvertriebene – über 13 Millionen benötigen Hilfe

5,6 Millionen Syrer und Syrerinnen sind in die Nachbarländer geflohen. 6,7 Millionen Menschen sind innerhalb Syriens vertrieben, das ist die größte intern vertriebene Bevölkerung der Welt. Fast ein Viertel der Menschen hat eine Behinderung – fast doppelt so viele wie im weltweiten Durchschnitt. Da die Gewalt in weiten Teilen der syrischen Gebiete anhält, benötigen über 13 Millionen Menschen humanitäre Hilfe – fast sechs Millionen davon sind Kinder. Die aktuelle humanitäre Krise wird durch eine akute Wirtschaftskrise und die Corona-Pandemie verschärft, was eine ohnehin schon ernste Situation noch verschlimmert. Humanitäre Helfer haben Schwierigkeiten, alle Bedürftigen zu erreichen.

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Handicap International (HI) ist eine gemeinnützige Organisation für Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit, die in rund 60 Ländern aktiv ist. Wir setzen uns für eine solidarische und inklusive Welt ein. Wir verbessern langfristig die Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderung und unterstützen diejenigen, die besonderen Schutz benötigen. Außerdem kämpfen wir für eine Welt ohne Minen und Streubomben sowie gegen Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung. HI ist Co-Preisträgerin des Friedensnobelpreises von 1997. Handicap International e.V. ist der deutsche Verein der internationalen Organisation Humanity & Inclusion.

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Vergessene Krise in Mexiko: Geschlossene Flüchtlingslager aufgrund von Corona bedeuten Lebensgefahr für Kinder

07.03.2021 – 10:26

SOS-Kinderdörfer weltweit

Vergessene Krise in Mexiko: Geschlossene Flüchtlingslager aufgrund von Corona bedeuten Lebensgefahr für Kinder


















Vergessene Krise in Mexiko: Geschlossene Flüchtlingslager aufgrund von Corona bedeuten Lebensgefahr für Kinder
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Tijuana (ots)

Zahlreiche Flüchtlingsunterkünfte in Mexiko wurden aufgrund der Corona-Pandemie entweder geschlossen oder haben ihre Kapazitäten stark eingeschränkt – und machen die Situation besonders für unbegleitete Kinder lebensgefährlich. Das geben die SOS-Kinderdörfer bekannt. „Die Kinder müssen auf der Straße übernachten, ohne Schutz vor Gewalt“, sagt Carolina Farrera, Leiterin des SOS-Kinderdorfs in Tijuana in Mexiko und Expertin für Migration. Sie würden verstärkt Opfer von Menschenhandel, Kidnapping oder sexueller Ausbeutung.

Der Weg durch Mexiko in die USA gilt als der größte Flüchtlingskorridor der Welt. Seit Jahrzehnten und verstärkt seit 2018 sind hier Menschen aus Ländern wie Honduras, Nicaragua oder Guatemala unterwegs. Eine vergessene Krise, die ihren Ursprung in den Herkunftsländern hat. Carolina Farrera sagt: „Die Menschen fliehen vor Bandenkriminalität, Armut und Perspektivlosigkeit in ihrer Heimat. Durch die Corona-Pandemie sind all diese Probleme massiv angestiegen. Zusätzlich führt die häusliche Enge durch den Lockdown zu mehr körperlicher und psychischer Gewalt gegen Kinder.“ Gleichzeitig habe der Machtwechsel in den USA weitere Menschen zur Flucht animiert, die sich Hoffnung auf Asyl in denVereinigten Staaten machten.

Carolina Farrera sagt: „Es bräuchte viel mehr Schutzräume entlang der Route speziell für Kinder und Familien. Die SOS-Kinderdörfer sind eine von wenigen Organisationen, die solche Hilfe bereitstellen.“ Um das Problem langfristig zu lösen, gebe es nur einen Weg: „Wir müssen die Situation in den Herkunftsländern verbessern und dafür sorgen, dass die Menschen dort ein Auskommen haben und in Frieden leben können“, sagt Carolina Farrera. Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Kinder und Familien in den betroffenen Ländern seit Jahrzehnten.

Von der Weltbevölkerung vergessen, aber nicht vom Virus: In zahlreichen Staaten kämpfen Kinder und Familien seit Jahren ums Überleben – im Schatten der Öffentlichkeit und zum großen Teil abgeschnitten von wirkungsvoller Hilfe. Die SOS-Kinderdörfer berichten in dieser Serie über die aktuelle Situation in Konfliktländern, in denen die Corona-Pandemie die ohnehin katastrophale Lage dramatisch zuspitzt. Über „Vergessene Krisen“ in der Ukraine, Mexiko, Venezuela, Zentralafrika, Madagaskar, dem Jemen, Niger, Burkina Faso und Bangladesch.

Pressekontakt:

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Boris Breyer
Stellvertretender Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-287
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

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Internationaler Frauentag am 8. MärzUNO-Flüchtlingshilfe: Rechte geflüchteter Frauen durch Corona gefährdet

07.03.2021 – 07:40

UNO-Flüchtlingshilfe e.V.

Internationaler Frauentag am 8. März
UNO-Flüchtlingshilfe: Rechte geflüchteter Frauen durch Corona gefährdet


















Bonn (ots)

Mindestens 50 Prozent der mehr als 80 Millionen Menschen auf der Flucht sind Frauen und Mädchen. Sie fliehen wegen Unterdrückung und Verfolgung, aus politischen und religiösen Gründen. Aber auch genitale Verstümmelung oder Vergewaltigungen sind weitere Gründe, warum Frauen ihre Heimat aufgeben müssen. Die Corona-Pandemie verschärft laut UNO-Flüchtlingshilfe die Situation für viele Mädchen und Frauen. Anlässlich des Internationalen Frauentages ruft die Organisation daher zu verstärkten Schutzmaßnahmen für Flüchtlingsfrauen auf.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie dürfen nicht dazu führen, dass bereits Erreichtes im Kampf für mehr Frauenrechte dauerhaft zerstört wird. Die internationale Gemeinschaft muss daher sehr wachsam bleiben“, fordert Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, nationaler Partner des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR). Und weiter: „Projekte, in denen Frauen medizinisch oder psychologisch geholfen wird, müssen trotz Corona weiterlaufen und wirtschaftliche Folgen der Pandemie aufgefangen werden.“

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Coronabedingt verlieren Flüchtlingsfrauen vielfach ihre Jobs, da sie oft im Niedriglohnsektor arbeiten, oder sie müssen die Ausbildung unterbrechen. Berichte aus mehr als zwanzig Ländern, in denen Menschen innerhalb des Landes fliehen mussten, belegen, dass Frauen und Mädchen teilweise in die Prostitution rutschen, um ihr Überleben zu sichern. Grenzschließungen treiben zudem Flüchtende in die Illegalität, denn um dennoch in anderen Ländern Asyl beantragen zu können, überqueren sie illegal Grenzen. Menschenhändler nutzen diese Umstände, um Frauen und Mädchen in Fallen zu locken und sexuell auszubeuten.

Mit medizinischer Hilfe, sicheren Unterkünften und psychosozialer Beratung steht der UNHCR Frauen weltweit zur Seite. Gleichzeitig betont die UNO-Flüchtlingshilfe, die die Projekte des UNHCR als nationaler Partner fördert, dass geflüchtete, vertriebene und staatenlose Frauen und Mädchen trotz Corona Zugang zu Gesundheitsdiensten und sozialen Schutzsystemen haben müssen und Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt aufrechterhalten werden.

Blog „blauPAUSE“

Im Blog der UNO-Flüchtlingshilfe erzählt Juliette über ihre Geschichte und ihre Arbeit: Als Flüchtling in Burundi aufgewachsen, ist sie heute als Mitarbeiterin beim UNHCR für geflüchtete Frauen auf der ganzen Welt im Einsatz – mehr unter:

www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/aktuelles/blog/

Pressekontakt:

Marius Tünte,
Tel. 0228-90 90 86-47
tuente@uno-fluechtlingshilfe.de

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Internationaler Frauentag am 8. MärzUNO-Flüchtlingshilfe: Rechte geflüchteter Frauen durch Corona gefährdet

07.03.2021 – 07:40

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Internationaler Frauentag am 8. März
UNO-Flüchtlingshilfe: Rechte geflüchteter Frauen durch Corona gefährdet


















Bonn (ots)

Mindestens 50 Prozent der mehr als 80 Millionen Menschen auf der Flucht sind Frauen und Mädchen. Sie fliehen wegen Unterdrückung und Verfolgung, aus politischen und religiösen Gründen. Aber auch genitale Verstümmelung oder Vergewaltigungen sind weitere Gründe, warum Frauen ihre Heimat aufgeben müssen. Die Corona-Pandemie verschärft laut UNO-Flüchtlingshilfe die Situation für viele Mädchen und Frauen. Anlässlich des Internationalen Frauentages ruft die Organisation daher zu verstärkten Schutzmaßnahmen für Flüchtlingsfrauen auf.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie dürfen nicht dazu führen, dass bereits Erreichtes im Kampf für mehr Frauenrechte dauerhaft zerstört wird. Die internationale Gemeinschaft muss daher sehr wachsam bleiben“, fordert Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, nationaler Partner des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR). Und weiter: „Projekte, in denen Frauen medizinisch oder psychologisch geholfen wird, müssen trotz Corona weiterlaufen und wirtschaftliche Folgen der Pandemie aufgefangen werden.“

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Coronabedingt verlieren Flüchtlingsfrauen vielfach ihre Jobs, da sie oft im Niedriglohnsektor arbeiten, oder sie müssen die Ausbildung unterbrechen. Berichte aus mehr als zwanzig Ländern, in denen Menschen innerhalb des Landes fliehen mussten, belegen, dass Frauen und Mädchen teilweise in die Prostitution rutschen, um ihr Überleben zu sichern. Grenzschließungen treiben zudem Flüchtende in die Illegalität, denn um dennoch in anderen Ländern Asyl beantragen zu können, überqueren sie illegal Grenzen. Menschenhändler nutzen diese Umstände, um Frauen und Mädchen in Fallen zu locken und sexuell auszubeuten.

Mit medizinischer Hilfe, sicheren Unterkünften und psychosozialer Beratung steht der UNHCR Frauen weltweit zur Seite. Gleichzeitig betont die UNO-Flüchtlingshilfe, die die Projekte des UNHCR als nationaler Partner fördert, dass geflüchtete, vertriebene und staatenlose Frauen und Mädchen trotz Corona Zugang zu Gesundheitsdiensten und sozialen Schutzsystemen haben müssen und Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt aufrechterhalten werden.

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Im Blog der UNO-Flüchtlingshilfe erzählt Juliette über ihre Geschichte und ihre Arbeit: Als Flüchtling in Burundi aufgewachsen, ist sie heute als Mitarbeiterin beim UNHCR für geflüchtete Frauen auf der ganzen Welt im Einsatz – mehr unter:

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Vergessene Krise in Mexiko: Geschlossene Flüchtlingslager aufgrund von Corona bedeuten Lebensgefahr für Kinder

07.03.2021 – 10:26

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Vergessene Krise in Mexiko: Geschlossene Flüchtlingslager aufgrund von Corona bedeuten Lebensgefahr für Kinder
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Tijuana (ots)

Zahlreiche Flüchtlingsunterkünfte in Mexiko wurden aufgrund der Corona-Pandemie entweder geschlossen oder haben ihre Kapazitäten stark eingeschränkt – und machen die Situation besonders für unbegleitete Kinder lebensgefährlich. Das geben die SOS-Kinderdörfer bekannt. „Die Kinder müssen auf der Straße übernachten, ohne Schutz vor Gewalt“, sagt Carolina Farrera, Leiterin des SOS-Kinderdorfs in Tijuana in Mexiko und Expertin für Migration. Sie würden verstärkt Opfer von Menschenhandel, Kidnapping oder sexueller Ausbeutung.

Der Weg durch Mexiko in die USA gilt als der größte Flüchtlingskorridor der Welt. Seit Jahrzehnten und verstärkt seit 2018 sind hier Menschen aus Ländern wie Honduras, Nicaragua oder Guatemala unterwegs. Eine vergessene Krise, die ihren Ursprung in den Herkunftsländern hat. Carolina Farrera sagt: „Die Menschen fliehen vor Bandenkriminalität, Armut und Perspektivlosigkeit in ihrer Heimat. Durch die Corona-Pandemie sind all diese Probleme massiv angestiegen. Zusätzlich führt die häusliche Enge durch den Lockdown zu mehr körperlicher und psychischer Gewalt gegen Kinder.“ Gleichzeitig habe der Machtwechsel in den USA weitere Menschen zur Flucht animiert, die sich Hoffnung auf Asyl in denVereinigten Staaten machten.

Carolina Farrera sagt: „Es bräuchte viel mehr Schutzräume entlang der Route speziell für Kinder und Familien. Die SOS-Kinderdörfer sind eine von wenigen Organisationen, die solche Hilfe bereitstellen.“ Um das Problem langfristig zu lösen, gebe es nur einen Weg: „Wir müssen die Situation in den Herkunftsländern verbessern und dafür sorgen, dass die Menschen dort ein Auskommen haben und in Frieden leben können“, sagt Carolina Farrera. Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Kinder und Familien in den betroffenen Ländern seit Jahrzehnten.

Von der Weltbevölkerung vergessen, aber nicht vom Virus: In zahlreichen Staaten kämpfen Kinder und Familien seit Jahren ums Überleben – im Schatten der Öffentlichkeit und zum großen Teil abgeschnitten von wirkungsvoller Hilfe. Die SOS-Kinderdörfer berichten in dieser Serie über die aktuelle Situation in Konfliktländern, in denen die Corona-Pandemie die ohnehin katastrophale Lage dramatisch zuspitzt. Über „Vergessene Krisen“ in der Ukraine, Mexiko, Venezuela, Zentralafrika, Madagaskar, dem Jemen, Niger, Burkina Faso und Bangladesch.

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Internationaler Frauentag am 8. MärzUNO-Flüchtlingshilfe: Rechte geflüchteter Frauen durch Corona gefährdet

07.03.2021 – 07:40

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Internationaler Frauentag am 8. März
UNO-Flüchtlingshilfe: Rechte geflüchteter Frauen durch Corona gefährdet


















Bonn (ots)

Mindestens 50 Prozent der mehr als 80 Millionen Menschen auf der Flucht sind Frauen und Mädchen. Sie fliehen wegen Unterdrückung und Verfolgung, aus politischen und religiösen Gründen. Aber auch genitale Verstümmelung oder Vergewaltigungen sind weitere Gründe, warum Frauen ihre Heimat aufgeben müssen. Die Corona-Pandemie verschärft laut UNO-Flüchtlingshilfe die Situation für viele Mädchen und Frauen. Anlässlich des Internationalen Frauentages ruft die Organisation daher zu verstärkten Schutzmaßnahmen für Flüchtlingsfrauen auf.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie dürfen nicht dazu führen, dass bereits Erreichtes im Kampf für mehr Frauenrechte dauerhaft zerstört wird. Die internationale Gemeinschaft muss daher sehr wachsam bleiben“, fordert Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, nationaler Partner des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR). Und weiter: „Projekte, in denen Frauen medizinisch oder psychologisch geholfen wird, müssen trotz Corona weiterlaufen und wirtschaftliche Folgen der Pandemie aufgefangen werden.“

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Coronabedingt verlieren Flüchtlingsfrauen vielfach ihre Jobs, da sie oft im Niedriglohnsektor arbeiten, oder sie müssen die Ausbildung unterbrechen. Berichte aus mehr als zwanzig Ländern, in denen Menschen innerhalb des Landes fliehen mussten, belegen, dass Frauen und Mädchen teilweise in die Prostitution rutschen, um ihr Überleben zu sichern. Grenzschließungen treiben zudem Flüchtende in die Illegalität, denn um dennoch in anderen Ländern Asyl beantragen zu können, überqueren sie illegal Grenzen. Menschenhändler nutzen diese Umstände, um Frauen und Mädchen in Fallen zu locken und sexuell auszubeuten.

Mit medizinischer Hilfe, sicheren Unterkünften und psychosozialer Beratung steht der UNHCR Frauen weltweit zur Seite. Gleichzeitig betont die UNO-Flüchtlingshilfe, die die Projekte des UNHCR als nationaler Partner fördert, dass geflüchtete, vertriebene und staatenlose Frauen und Mädchen trotz Corona Zugang zu Gesundheitsdiensten und sozialen Schutzsystemen haben müssen und Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt aufrechterhalten werden.

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07.03.2021 – 10:26

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Der Weg durch Mexiko in die USA gilt als der größte Flüchtlingskorridor der Welt. Seit Jahrzehnten und verstärkt seit 2018 sind hier Menschen aus Ländern wie Honduras, Nicaragua oder Guatemala unterwegs. Eine vergessene Krise, die ihren Ursprung in den Herkunftsländern hat. Carolina Farrera sagt: „Die Menschen fliehen vor Bandenkriminalität, Armut und Perspektivlosigkeit in ihrer Heimat. Durch die Corona-Pandemie sind all diese Probleme massiv angestiegen. Zusätzlich führt die häusliche Enge durch den Lockdown zu mehr körperlicher und psychischer Gewalt gegen Kinder.“ Gleichzeitig habe der Machtwechsel in den USA weitere Menschen zur Flucht animiert, die sich Hoffnung auf Asyl in denVereinigten Staaten machten.

Carolina Farrera sagt: „Es bräuchte viel mehr Schutzräume entlang der Route speziell für Kinder und Familien. Die SOS-Kinderdörfer sind eine von wenigen Organisationen, die solche Hilfe bereitstellen.“ Um das Problem langfristig zu lösen, gebe es nur einen Weg: „Wir müssen die Situation in den Herkunftsländern verbessern und dafür sorgen, dass die Menschen dort ein Auskommen haben und in Frieden leben können“, sagt Carolina Farrera. Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Kinder und Familien in den betroffenen Ländern seit Jahrzehnten.

Von der Weltbevölkerung vergessen, aber nicht vom Virus: In zahlreichen Staaten kämpfen Kinder und Familien seit Jahren ums Überleben – im Schatten der Öffentlichkeit und zum großen Teil abgeschnitten von wirkungsvoller Hilfe. Die SOS-Kinderdörfer berichten in dieser Serie über die aktuelle Situation in Konfliktländern, in denen die Corona-Pandemie die ohnehin katastrophale Lage dramatisch zuspitzt. Über „Vergessene Krisen“ in der Ukraine, Mexiko, Venezuela, Zentralafrika, Madagaskar, dem Jemen, Niger, Burkina Faso und Bangladesch.

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Internationaler Frauentag am 8. MärzUNO-Flüchtlingshilfe: Rechte geflüchteter Frauen durch Corona gefährdet

07.03.2021 – 07:40

UNO-Flüchtlingshilfe e.V.

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UNO-Flüchtlingshilfe: Rechte geflüchteter Frauen durch Corona gefährdet


















Bonn (ots)

Mindestens 50 Prozent der mehr als 80 Millionen Menschen auf der Flucht sind Frauen und Mädchen. Sie fliehen wegen Unterdrückung und Verfolgung, aus politischen und religiösen Gründen. Aber auch genitale Verstümmelung oder Vergewaltigungen sind weitere Gründe, warum Frauen ihre Heimat aufgeben müssen. Die Corona-Pandemie verschärft laut UNO-Flüchtlingshilfe die Situation für viele Mädchen und Frauen. Anlässlich des Internationalen Frauentages ruft die Organisation daher zu verstärkten Schutzmaßnahmen für Flüchtlingsfrauen auf.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie dürfen nicht dazu führen, dass bereits Erreichtes im Kampf für mehr Frauenrechte dauerhaft zerstört wird. Die internationale Gemeinschaft muss daher sehr wachsam bleiben“, fordert Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, nationaler Partner des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR). Und weiter: „Projekte, in denen Frauen medizinisch oder psychologisch geholfen wird, müssen trotz Corona weiterlaufen und wirtschaftliche Folgen der Pandemie aufgefangen werden.“

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Coronabedingt verlieren Flüchtlingsfrauen vielfach ihre Jobs, da sie oft im Niedriglohnsektor arbeiten, oder sie müssen die Ausbildung unterbrechen. Berichte aus mehr als zwanzig Ländern, in denen Menschen innerhalb des Landes fliehen mussten, belegen, dass Frauen und Mädchen teilweise in die Prostitution rutschen, um ihr Überleben zu sichern. Grenzschließungen treiben zudem Flüchtende in die Illegalität, denn um dennoch in anderen Ländern Asyl beantragen zu können, überqueren sie illegal Grenzen. Menschenhändler nutzen diese Umstände, um Frauen und Mädchen in Fallen zu locken und sexuell auszubeuten.

Mit medizinischer Hilfe, sicheren Unterkünften und psychosozialer Beratung steht der UNHCR Frauen weltweit zur Seite. Gleichzeitig betont die UNO-Flüchtlingshilfe, die die Projekte des UNHCR als nationaler Partner fördert, dass geflüchtete, vertriebene und staatenlose Frauen und Mädchen trotz Corona Zugang zu Gesundheitsdiensten und sozialen Schutzsystemen haben müssen und Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt aufrechterhalten werden.

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Im Blog der UNO-Flüchtlingshilfe erzählt Juliette über ihre Geschichte und ihre Arbeit: Als Flüchtling in Burundi aufgewachsen, ist sie heute als Mitarbeiterin beim UNHCR für geflüchtete Frauen auf der ganzen Welt im Einsatz – mehr unter:

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Internationaler Frauentag am 8. MärzUNO-Flüchtlingshilfe: Rechte geflüchteter Frauen durch Corona gefährdet

07.03.2021 – 07:40

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UNO-Flüchtlingshilfe: Rechte geflüchteter Frauen durch Corona gefährdet


















Bonn (ots)

Mindestens 50 Prozent der mehr als 80 Millionen Menschen auf der Flucht sind Frauen und Mädchen. Sie fliehen wegen Unterdrückung und Verfolgung, aus politischen und religiösen Gründen. Aber auch genitale Verstümmelung oder Vergewaltigungen sind weitere Gründe, warum Frauen ihre Heimat aufgeben müssen. Die Corona-Pandemie verschärft laut UNO-Flüchtlingshilfe die Situation für viele Mädchen und Frauen. Anlässlich des Internationalen Frauentages ruft die Organisation daher zu verstärkten Schutzmaßnahmen für Flüchtlingsfrauen auf.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie dürfen nicht dazu führen, dass bereits Erreichtes im Kampf für mehr Frauenrechte dauerhaft zerstört wird. Die internationale Gemeinschaft muss daher sehr wachsam bleiben“, fordert Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, nationaler Partner des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR). Und weiter: „Projekte, in denen Frauen medizinisch oder psychologisch geholfen wird, müssen trotz Corona weiterlaufen und wirtschaftliche Folgen der Pandemie aufgefangen werden.“

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Coronabedingt verlieren Flüchtlingsfrauen vielfach ihre Jobs, da sie oft im Niedriglohnsektor arbeiten, oder sie müssen die Ausbildung unterbrechen. Berichte aus mehr als zwanzig Ländern, in denen Menschen innerhalb des Landes fliehen mussten, belegen, dass Frauen und Mädchen teilweise in die Prostitution rutschen, um ihr Überleben zu sichern. Grenzschließungen treiben zudem Flüchtende in die Illegalität, denn um dennoch in anderen Ländern Asyl beantragen zu können, überqueren sie illegal Grenzen. Menschenhändler nutzen diese Umstände, um Frauen und Mädchen in Fallen zu locken und sexuell auszubeuten.

Mit medizinischer Hilfe, sicheren Unterkünften und psychosozialer Beratung steht der UNHCR Frauen weltweit zur Seite. Gleichzeitig betont die UNO-Flüchtlingshilfe, die die Projekte des UNHCR als nationaler Partner fördert, dass geflüchtete, vertriebene und staatenlose Frauen und Mädchen trotz Corona Zugang zu Gesundheitsdiensten und sozialen Schutzsystemen haben müssen und Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt aufrechterhalten werden.

Blog „blauPAUSE“

Im Blog der UNO-Flüchtlingshilfe erzählt Juliette über ihre Geschichte und ihre Arbeit: Als Flüchtling in Burundi aufgewachsen, ist sie heute als Mitarbeiterin beim UNHCR für geflüchtete Frauen auf der ganzen Welt im Einsatz – mehr unter:

www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/aktuelles/blog/

Pressekontakt:

Marius Tünte,
Tel. 0228-90 90 86-47
tuente@uno-fluechtlingshilfe.de

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